Mal ultrakurz, mal etwas längerGeschichten

Einige Kurzgeschichten, die im Laufe der Jahre entstanden sind. Ein paar davon wurden auch schon veröffentlicht …

Zuerst hörten wir etwa 5 Minuten lang Vogelgezwitscher von einer CD, danach sollten wir etwa 10 bis 15 Minuten frei assoziieren was uns dazu einfällt, ohne darüber groß nachzudenken. Und aus unseren Notizen sollten wir dann eine Geschichte machen.

 

Noch nicht am Ziel

Die Schuhe knirschen auf dem Kiesweg und der kühle Morgenwind trocknet sein schweißnasses Haar. Noch ist es dämmrig und er kann den Weg zwisschen den Bäumen nur wenige Meter weit genau erkennen. Schon glühen die Wipfel der Föhren im Licht der ersten Sonnenstrahlen. Tief saugt er die vom Tau feuchte Luft in seine Lungen. Er lächelt, als sich ein Waldkauz mit einem letzten „Huhu“ verabschiedet und die Wildtauben mit ihrem gurrenden Gesang seine Stelle im Vogelkonzert übernehmen.

Der Weg führt jetzt in eine Senke, Nebelschwaden warten auf ihn und die Sonne. Vorsichtig balanciert er über die zwei Baumstämme, die den Bach als Brücke überspannen und folgt weiter dem Pfad unter den Bäumen. Noch weiß er nicht wohin der Weg führt, und das ist ihm auch ganz Recht so.

„Du brauchst ein Ziel im Leben, mein Junge!“ hört er seinen Vater sagen und für einen Augenblick verdüstert sich seine Miene. Als ob neue Wege beschreiten nicht schon genug Ziel wäre!

Keuchend erklimmt er die Kuppe des Hügels und tritt aus dem Schatten der Bäume. Unter ihm schmiegt sich ein Dorf in das Tal, die Dächer rot leuchtend im Licht der Morgensonne. Er setzt sich auf einen Baumstumpf und betrachtet die Häuser, sieht wie sich die ersten Fensterläden öffnen, hört einen Hahn krähen und beobachtet den Bauern, wie er die Schweine füttert.

Die wärmenden Sonnenstrahlen tun ihm gut, und beinahe fühlt er sich heimisch. Doch mit einen Ruck steht er auf, dreht sich um und betritt wieder den Wald. Noch gibt es Wege zu beschreiten, noch ist es nicht Zeit für ein Ziel. Lächelnd folgt er dem Pfad und pfeift mit den Vögeln um die Wette.

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Ir­gend­wann stell­te mir ei­ne Freun­din die Fra­ge, warum je­mand ei­gent­lich ei­ne pri­va­te Ho­me­pa­ge hat. So auf An­hieb wuss­te ich nicht was ich dar­auf ant­wor­ten soll­te, sch­ließ­lich be­t­rei­be ich die­se Si­te schon seit mehr als 12 Jah­ren

 
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You may feel disappointed somehow, as most of my pages are written in German. And it’s true, they should be understandable to much more people than they are now …

Letzte Änderung der Site:
Dienstag, 07. Februar 2012

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