Mal ultrakurz, mal etwas längerGeschichten

Einige Kurzgeschichten, die im Laufe der Jahre entstanden sind. Ein paar davon wurden auch schon veröffentlicht …

Werkstatt „Lust zu Schreiben hätt ich schon …“ 21./22.04.07
Wie in jeder Werkstatt die obligatorische „Schnitzeljagd“ nach Worten, diesmal – da es ja eine Werkstatt für Fortgeschrittene war – mussten sie in der Reihenfolge der Liste abgehandelt werden.

Hier die Worte: Seidensanft, Wendeltreppe, Federhut, wild, stürzen, Granatapfel, Schilfrohr, Narr, Wiege. Erstaunlich finde ich immer bei dieser Art Schreibaufgabe, dass man mit einer Idee in die Geschichte geht, und irgendwie packt die Geschichte einen und macht etwas anderes daraus, als man beabsichtigt hat. Ich plante eigentlich etwas düsteres, und lest selbst was dabei herausgekommen ist.

 

Morgenstunde

Seidensanft legt sich die Dämmerung über den Horizont. Tautropfen auf dem Geländer der Wendeltreppe werden von den ersten Sonnenstrahlen in Diamanten verwandelt. Beim Hinaufgehen wischt meine Hand sie beiseite und beendet ihr kurzes Dasein.

Oben auf der Terrasse fällt Licht aus der Tür zum Schlafzimmer: Hannah ist schon wach. Ich trete ein, ziehe einen imaginären Federhut vom Kopf und verbeuge mich. „Wünsche wohl geruht zu haben, Milady!“ Sie kichert, springt auf und drückt mir einen wilden Kuss auf die Lippen, das ich vor Schreck den luftigen Hut fallen lasse. Dann drückt sie mich weg, hält meine Schultern fest und funkelt mich böse an: „Du weißt, wie sehr ich es hasse, wenn du dich Nachts draußen herumtreibst. Wie leicht könntest du im Dunkeln stürzen und dich verletzen?“

Ich schüttle den Kopf. „Mir passiert schon nichts!“ Sie berührt meine Stirn, sucht nach dem Schorf der Wunde, während ich ihren Granatapfelduft atme. „Wie letzte Woche,“ sagt sie, „als du am See entlang gingst und dich am Schilfrohr geschnitten hast!“

Ich hebe den unsichtbaren Hut auf, klopfe den Staub herunter und rücke ihn Keck auf dem Kopf zurecht. „Ich geb es ja zu: Ich bin ein Narr!“ „Darum liebe ich dich ja so! Gib mir noch einen Kuss!“ flüstert sie, während ich sie erneut in meinen Armen wiege.


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Ir­gend­wann stell­te mir ei­ne Freun­din die Fra­ge, warum je­mand ei­gent­lich ei­ne pri­va­te Ho­me­pa­ge hat. So auf An­hieb wuss­te ich nicht was ich dar­auf ant­wor­ten soll­te, sch­ließ­lich be­t­rei­be ich die­se Si­te schon seit mehr als 12 Jah­ren

 
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You may feel disappointed somehow, as most of my pages are written in German. And it’s true, they should be understandable to much more people than they are now …

Letzte Änderung der Site:
Dienstag, 07. Februar 2012

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