Mal ultrakurz, mal etwas längerGeschichten
Einige Kurzgeschichten, die im Laufe der Jahre entstanden sind. Ein paar davon wurden auch schon veröffentlicht …

Diese Geschichte ist ähnlich wie "Zug um Zug" oder "Überraschung am Morgen" wieder eine mit fester Vorgabe: Meine Sekretärin hat die Begriffe ausgesucht, und ich musste daraus eine Geschichte machen. Na dann …
Folgende Begriffe müssen im Text vorkommen: Landgasthaus, vierblättriges Kleeblatt, Karpfenweiher, Gewitter, Enttäuschung, Herbstlaub, Cousine Eva, Kerzenständer, Vespa Roller, Wegweiser.
Wo war nur dieses Landgasthaus? Immer lies ich mich auf diese seltsamen Sachen ein. Hier musste doch der Weg von der Hauptstraße abzweigen! „Zum Vierblättrigen Kleeblatt“ – wer nennt denn sein Hotel so? Ich hätte es einfach „Glücksklee“ genannt, und vor allem hätte ich es nicht in so eine einsame Gegend gestellt.
Im Dämmerlicht des Abends wirkten die dunklen Wolken am Himmel noch düsterer und bedrohlicher, als es sonst schon der Fall gewesen wäre. Hoffentlich erreiche ich das Gasthaus, bevor es zu regnen anfängt. Rechts der Straße lagen ein paar Karpfenweiher, und dahinter ein kleines Wäldchen. Zwischen den sich im Wind bewegenden Zweigen sah ich Lichter flackern.
Wie hatte ich mich nur auf diese verrückte Sache einlassen können? Ich fluchte lautlos und fuhr weiter die Straße entlang. Am Horizont blitzte es schon; keine Viertelstunde, und das Gewitter würde hier sein. Zu meiner Enttäuschung waren die Lichter hinter dem Wäldchen nur ein weiterer Bauernhof: Von meinem Kleeblatt keine Spur.
Der Wind wurde immer stärker, rupfte das Herbstlaub von den Bäumen und fegte es über die Straße. Typisch Cousine Eva! „Das wird dir gefallen!“ hörte ich sie in meinem Hinterkopf, „liegt total romantisch, einfach zum Verlieben!“ Immer wieder falle ich auf ihre tollen Ideen herein, obwohl ich zugeben muss, dass die meisten ihrer Einfälle nach anfänglichem Chaos wirklich ganz toll werden. Aber hier sah es so aus, als ob ich erstmal kräftig nass werden würde, wenn nicht bald das Gasthaus auftaucht.
Hatte Eva nicht etwas erwähnt von einem Baum, der aussah wie ein dreiarmiger Kerzenständer? Da vorne an der Biegung der Straße, dieser Baum sah tatsächlich so aus! Sollte ich wirklich bald am Ziel sein? Zeit wäre es, denn es begann nun in dicken Tropfen zu regnen, die klatschend auf dem Visier meines Motoradhelmes landeten.
Entschlossen gab ich Gas und der Vespa-Roller machte einen Satz vorwärts. Gemeinsam schlitterten wir durch die nächsten beiden Kurven. Der Regen und die Blätter machten die Straße jedoch ziemlich schmierig, so dass ich die Geschwindigkeit wieder drosseln musste. Doch endlich tauchte der heiß ersehnte Wegweiser aus dem Dunkel auf: „Landgasthof zum Vierblättrigen Kleeblatt, 150 Meter rechts“. Ermutigt gab ich wieder Gas und freute mich schon auf eine schöne Tasse Tee vor dem offenen Kamin des Gasthauses. Eva, manchmal ist auf dich doch Verlass!
Irgendwann stellte mir eine Freundin die Frage, warum jemand eigentlich eine private Homepage hat. So auf Anhieb wusste ich nicht was ich darauf antworten sollte, schließlich betreibe ich diese Site schon seit mehr als 12 Jahren
You may feel disappointed somehow, as most of my pages are written in German. And it’s true, they should be understandable to much more people than they are now …