Poesie, Rhythmus, Wortakrobatik!Gedichte

Ein Gedicht, das ist Musik, das ist Tanz, Rhythmus und Klang. Es ist das Verdichten der Alltagssprache auf die Essenz, auf das Wesentliche.

Werkstatt Freies Schreiben, Aufgabe 8 vom 29.01.2008. Da hab ich ja was angerichtet! Mit meinem Sonett vom vorletzten Mal habe ich Ingrid wohl auf die Idee gebracht eine alte Versform herauszukramen, die Terzine. Das ist eine Gedichtform, die aus dem italienischen kommt, aus Dreizeilern besteht, und einem strengen Reimschema folgt.

Die erste und dritte Zeile der Strophe muss sich reimen, und die zweite der ersten und erste Zeile der nächsten Strophe muss sich auch wieder reimen. Ungefähr so: aba bcb cdc ded usw. Das ganz sollte dann auch noch im jambischen Pentameter (fünfhebiger Jambus, also 10/11 Silben, von denen immer die zweite betont ist) gesetzt sein. Das mit dem Jambus hab ich dann nicht so hingekriegt. Seht selbst.

Für Katharina

Der Morgen schleicht sich verstohlen ins Zimmer,
Grau ist das Licht, die Luft trüb und klamm.
Hab viel gegrübelt, und Schlaf fand ich nimmer.

Hab ein Buch in der Hand, halt mich fest daran,
Ein alter Freund aus verschollenen Zeiten,
Seine Weisheit zog mich stets in den Bann.

Doch ungelesen sind heut seine Seiten,
Die Nacht und der Kummer waren zu stark,
Und ließen mich in der Zeit zurück gleiten.

Zu jenem Tag, der so kalt und so karg.
Man spielte ganz leise ein Requiem,
Und weiße Lilien säumten den Sarg.

Warum sie es tat, kann ich gut verstehen,
Sie wollte ihr Leiden nicht länger ertragen,
Und nahm sich das Recht, selber zu gehen.

In Nächten wie dieser, voll Unbehagen,
Hab ich schon oft die Frage gestellt:
Was tätest du, würdest du es wagen?

Gingest du freiwillig aus dieser Welt?

Vorlesen

22.08.2008

Hab mit diesem Gedicht an einem Wettbewerb teilgenommen, und gestern kam vom Verlag die Anfrage, ob sie das Gedicht in die Anthologie zum Wettbewerb aufnehmen dürfen. Na klar dürfen sie!

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Ir­gend­wann stell­te mir ei­ne Freun­din die Fra­ge, warum je­mand ei­gent­lich ei­ne pri­va­te Ho­me­pa­ge hat. So auf An­hieb wuss­te ich nicht was ich dar­auf ant­wor­ten soll­te, sch­ließ­lich be­t­rei­be ich die­se Si­te schon seit mehr als 12 Jah­ren

 
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Dienstag, 07. Februar 2012

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