Erfahren Sie mehrüber mich

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Musiker ohne Talent
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Können Sie sich vorstellen, das Computer mal groß wie Häuser waren, Disketten mit 8 Zoll (ca. 20 cm) Durchmesser hergestellt wurden und Bill Gates noch nicht reich und berühmt war? Reisen Sie mit mir durch die letzten fünfundzwanzig Jahre der Computertechnik anhand der vielen kleinen Maschinen, die mich seit damals begleitet haben.

 

Schon in jungen Jahren zeigte sich mein Drang zum Programmierer: Ein wunderschönes Schuco-Auto wurde zum Entsetzen meiner Eltern kaum zwei Tage nachdem es mir geschenkt wurde, derart fachgerecht umprogrammiert, das es anschließend flog. In den Mülleimer versteht sich.

Nach den ersten Berührungen mit programmierbaren Taschenrechnern musste Ende der 70er ein "richtiger" Computer her. Meine Wahl fiel auf den Texas Instruments TI-99/4. Als Zusatz gab es eine Diskettenstation und ein Steckmudul mit dessen Hilfe man UCSD-Pascal benutzen konnte. Letzteres prägte mich so, daß ich noch heute der "Müsli-Seite der Macht" verfallen bin.

Nach dem TI kam ein richtiger Profi-Computer, der Spectravideo 328 mit dem damals weltweit meistverkauften Betriebssystem CP/M. Und eine ganz revolutionäre Programmiersprache lief mir über den Weg: Turbo Pascal

 

Nach ausführlicher Beschäftigung mit CP/M mußte eine neue Herausforderung her: Mitte der 80er erschien der ATARI ST auf der Bildfläche: Der "Jackintosh" (nach Atari-Boss Jack Tramiel und in Anlehnung an den damals einzigen professionellen Computer mit eingebauter grafischer Oberfläche, dem Macintosh) hatte eine grafische Oberfläche (GEM) die auch auf PCs der damaligen Zeit zu finden war. Mit seinem ausgezeichneten Bildschirm, ausgestattet mir dem leistungsfähigen Motorola 68000 Prozessor und 1024 Kilobyte (!) RAM war das eine der Top-Maschinen seiner Zeit.

Beruflich sah ich mich bald mit ganz anderen Rechnern konfrontiert: Der Intel 286 mit 1 Mb RAM und MS-DOS 3.2 hielten in den Büros Einzug und ich hatte die Ehre diese auch bei meinem damaligen Arbeitgeber zu betreuen.

 

Es war einmal eine Zeit, in der es das Internet noch gar nicht gab … Ende der 80er stieg ich in eine völlig neue Welt ein: Mit einem Akustikkoppler (300 Baud, ca. 30 Byte/Sekunde, 600 DM teuer) ausgerüstet, erkundete ich die Gestade dieser neuer Welt der Datenfernübertragung. Die Sitzungen im Online-Service von Markt&Technik - alles Ferngespräch versteht sich - sind noch heute Legende.

1989 geriet ich in das Mausnet. (Netz ist übertrieben, es gab zwei Mailboxen, die untereinander keine Daten tauschen konnten). Doch bald stand eine Vernetzung über Modems und die Maus-Mailboxen sprossen an allen Ecken aus dem Boden. 1991 eröffnete ich zusammen mit einigen anderen engagierten Leuten die Maus Nürnberg. Leider ist die große Zeit der Mailboxen mit dem Aufkommen des Internet zu Ende gegangen, und auch die Maus Nürnberg musste angesichts schwindender Userzahlen und hoher Aufwendungen an Geld und Zeit im Januar 2003 ihre Pforten schliessen - das Mausnet gibt es jedoch nach wie vor, wenn auch stetig schrumpfend.

 

Während all der Zeit begleiteten mich diverse Atari-Maschinen (ein 1040ST, ein MegaST4 und ein TT030/8 für die Eingeweihten) auf privater Ebene. Viele Programme entstanden in dieser Zeit: Der TLGE, ein Texteditor mit integriertem Lisp-Interpreter und Terminal-Emulator zusammen mit Johannes Leckebusch und Hartwig Constien für die Zeitschift 68000er, sowie die Programmbibliothek Magic für Modula-2-Compiler; später TrueMagic genannt (mit Versionen in Modula-2, Pascal und C) und zusammen mit Thomas Künneth und Dirk Stadler zur einzigen echten DLL für Atari-Rechner ausgebaut und noch einiges mehr.

 

1996 begann ich das Internet zu erkunden. Leider stellte sich bald heraus, dass die einstmals überlegene Technologie der Atari-Rechner hier einen gravierenden Nachteil hatte (abgesehen davon, das die Fa. Atari gar nicht mehr existierte): Sie war einfach zu alt, die Rechner zu langsam und die Software zu schwerfällig um mit diesem neuen Medium schritthalten zu können.

Also musste mal wieder neue Hardware her: Aus Bill Gates DOS ware eine schöne grafische Oberfläche (Windows!) geworden, aus den langsamen Prozessoren hochgetaktete Boliden (diese Version meiner Site entstand auf einem Athlon mit 1000 Mhz, das ist 300 mal schneller als mein erster Computer!) und Festplatten misst man jetzt in Gigabytes (meine Erste hatte 10 Mb und kostete über 1000 DM). Mal sehen, wie lange diese Kiste braucht, bis sie veraltet ist …

 

Nun, diesen Text hab ich Ende 1998 verfasst. Inzwischen ist hier ein AMD Phenom II X4 Prozessor(mit 4 CPU-Kernen) am werkeln, mit 8 Gigabyte Speicher (8000 x mehr als mein alter Atari ST), und wenn ich das Megabyte Festplatte (2 Terabyte = 2.000.000 Megabyte) mit den Preisen von 1985 (1000 DM für 10 Megabyte, also etwa 100 Millionen Euro) bezahlen müsste, hätten wohl meine Enkel noch Schulden.

 

Peter Hellinger

Feuergott
© art&words

Kurzgeschichten von seltsamen Menschen wie dem Jungen, der keine Angst mehr hatte, Lotte und dem Mirabellenbaum, dem Mann, der im Spiegel verschwand oder dem Maler Gotthard Nerius, dessen Bilder an Realismus nicht zu überbieten waren.

156 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-9813059-2-0
Preis: 14,95 € (D)
Auch als E-Book erhältlich.

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peter-30.jpgPeter Hellinger
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Ir­gend­wann stell­te mir ei­ne Freun­din die Fra­ge, warum je­mand ei­gent­lich ei­ne pri­va­te Ho­me­pa­ge hat. So auf An­hieb wuss­te ich nicht was ich dar­auf ant­wor­ten soll­te, sch­ließ­lich be­t­rei­be ich die­se Si­te schon seit mehr als 12 Jah­ren

 
English spoken?

You may feel disappointed somehow, as most of my pages are written in German. And it’s true, they should be understandable to much more people than they are now …

Letzte Änderung der Site:
Dienstag, 07. Februar 2012

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